Codein und andere Opioide sind für Kinder gefährlich, aber einige Ärzte verschre
Als der Kieferchirurg die umfangreiche Zahnextraktion meiner Tochter erklärte, dachte ich zuerst an die Schmerzbehandlung.
Als ich in ihrem Alter war, musste ich mehrere schmerzhafte Operationen und Zahnextraktionen ertragen, weil meine Zähne nicht von alleine ausfielen. Ich kann mich daran erinnern, wie ich das süß riechende Lachgas einatmete und immer noch große Schmerzen verspürte, als der Zahnarzt mir die Zähne zog. Bis heute gerate ich immer noch in Panik, wenn ich auf dem Zahnarztstuhl sitze, weil die Behandlung von Zahnschmerzen nicht das war, was sie heute ist.
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Als er den Eingriff und die Genesungszeit detailliert darlegte, stellte ich ihr Fragen dazu, wie es ihr nicht nur während der Operation, sondern auch in den Tagen danach angenehm gehen würde.
Während die Schmerzbehandlung meiner Tochter höchste Priorität hat, muss ich zugeben, dass ich überrascht war, als ich erfuhr, dass wir mit einem Rezept für ein Betäubungsmittel nach Hause gehen würden, nachdem sie aus dem Aufwachraum entlassen wurde. Der Arzt erklärte, dass den Patienten narkotische Analgetika verschrieben wurden, insbesondere Opioide wie Codein, für den Fall, dass ihre Schmerzen nicht mit rezeptfreien Medikamenten behandelt werden konnten.
Im Ernst? Lassen Sie alle Alarmglocken schrillen.
Die Opioidkrise in diesem Land ist so hoch wie nie zuvor. Laut CDC „haben sich die Todesfälle durch Überdosierung durch Opioide, einschließlich verschreibungspflichtiger Opioide und Heroin, seit 1999 mehr als vervierfacht. Überdosierungen mit Opioiden töteten im Jahr 2014 mehr als 28.000 Menschen. Über die Hälfte dieser Todesfälle waren auf verschreibungspflichtige Opioide zurückzuführen.“
Und das wird mich davon abhalten, meiner Tochter nach ihrer Operation ein Opioid zu geben.
Als ich den Arzt fragte, ob er Kindern nach einfachen medizinischen Eingriffen Opioide verschreiben könne, sagte er mir, dass die meisten Patienten mit rezeptfreien Medikamenten gut zurechtkämen, aber seine Praxis schicke Patienten „nur für den Fall“ mit einem Opioidrezept nach Hause.
Es tut mir leid, aber nein. Nuh-uh. Auf keinen Fall.
Besonders seit die Food and Drug Association letztes Jahr warnte, dass Medikamente wie Codein und Tramadol bei kleinen Kindern lebensbedrohliche Atemprobleme verursachen können. Da kleine Kinder Substanzen wie Codein und Tramadol schneller in ihre aktive Form abbauen können als Erwachsene, kann der Opioidspiegel in ihrem Blut zu schnell ansteigen, was zu sofortigen Atembeschwerden führt. Die FDA hat ihre Warnhinweise zu Codein verschärft, da das Risiko für Kinder so hoch ist und Tramadol von der FDA nicht für die Anwendung bei Kindern zugelassen ist.
Die American Academy of Pediatrics forderte in einer 2016 in Pediatrics veröffentlichten Studie eine formelle Beschränkung des Codeinkonsums bei Kindern. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass Codein in 28 Bundesstaaten sowie im District of Columbia immer noch in rezeptfreien Hustenmitteln erhältlich ist. Die Forscher stellen auch die Wirksamkeit von Codein bei der tatsächlichen Behandlung von Schmerzen bei Kindern in Frage.
Grundsätzlich hat sich Codein – egal ob es zur Schmerzbehandlung oder zur Hustenlinderung eingesetzt wird – bei Kindern als unwirksam erwiesen, und Eltern sollten sich seiner Gefahren bewusst sein.
Natürlich möchte niemand, dass sein Kind unter Schmerzen leidet. Medizinische Eingriffe sind schon beängstigend genug, ohne dass zusätzlich Schmerzen und Schwellungen auftreten, insbesondere spät in der Nacht, wenn niemand im Haus schläft. Eltern wünschen sich oft eine schnelle Lösung, die die Schmerzen ihres Kindes schnell lindert.
Leider erweist sich Codein als gefährliche schnelle Lösung für unsere Kinder.
In Bezug auf zahnärztliche Eingriffe veröffentlichten Forscher Daten im Journal of The American Dental Association, die zeigen, dass rezeptfreie Medikamente ohne Codein, wie Tylenol und Advil, tatsächlich wirksamer bei der Linderung der Schmerzen bei zahnärztlichen Eingriffen sind. Advil, ein nichtsteroidales entzündungshemmendes Medikament, das in seiner generischen Form auch als Ibuprofen bekannt ist, wirkt im Körper und lindert die Entzündung an der Operationsstelle. Und da Entzündungen oft die Hauptursache für Schmerzen nach einer Zahnoperation sind, wird die richtige Dosis Ibuprofen höchstwahrscheinlich zu einer größeren Schmerzlinderung führen als ein Narkotikum.
Obwohl Tylenol keine entzündungshemmenden Eigenschaften hat, blockiert es im Körper die Schmerzreaktion, die das Gehirn wahrnimmt. Und sowohl Tylenol als auch Advil sind kostengünstig und weit verbreitet, sodass beide insgesamt die bessere Wahl für Eltern sind, die ihren Kindern bei der Schmerzbewältigung helfen. Oftmals verschreiben Ärzte eine Therapie, die beide Medikamente abwechselnd kombiniert und so die Schmerzen eines Kindes ohne den Einsatz schädlicher Narkotika und Opioide lindert.
Obwohl ich nervös bin, dass meine Tochter nach ihrer Zahnoperation eine schmerzhafte Genesung erleiden wird, beherzige ich die Warnungen der FDA, der AAP und der ADA, wenn es darum geht, das richtige Schmerzmittel für sie auszuwählen. Die Risiken haben sich als zu groß erwiesen und ich bin nicht bereit, ihre Gesundheit durch die Verabreichung eines potenziell schädlichen Medikaments aufs Spiel zu setzen, wenn Alternativen genauso wirksam sind. Und ich werde in Zukunft darauf achten, die Etiketten von Hustenmitteln zu überprüfen, um sicherzustellen, dass meine Kinder sicher sind, wenn sie krank sind.
Wenn meine Tochter sich einer oralen Operation unterzieht, bleiben wir bei rezeptfreien Medikamenten, Eisbeuteln und zusätzlichem Kuscheln, während sie sich erholt.
Oh, und jede Menge Eis. Für uns beide. Ich bin mir sicher, dass die FDA dies genehmigen würde.
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 17. Dezember 2017 veröffentlicht