Händler aufgepasst: Es ist noch Sommer!
Sie sind ZURÜCK. Bereits. Schulmaterial ist wieder in den Läden.
Kurz nach dem 4. Juli, als ich noch im Hamburger-inhalierenden, Wassermelonen-schlürfenden und Schwimmbad-Modus war, sah ich sie: Die goldenen, quadratischen Schachteln mit Buntstiften, aufgestapelt und aufrecht dastehend, fast grinsend. Die Regenbogenfarben der Spiralnotizbücher, die bekannten gedrungenen Flaschen Elmer’s Glue, die handgroßen Scheren der kleinen Leute. Alles aufgereiht in dem Bereich, der noch vor ein paar Wochen der Sonnenschutzregal war.
Achtung Einzelhändler: Kann ich kurz Zeit haben? Und kann man diesen Moment SOMMER nennen?
Ich brauche immer noch Eis am Stiel, Sonnencreme, Hotdog-Brötchen sowie Strandschaufeln und Eimer. Mein Gehirn und das Gehirn meines Kindes befinden sich derzeit noch in einer Pause von jeglicher Struktur. Wenn ich also in der zweiten Juliwoche Berge von liniertem Notizbuchpapier und Winkelmessern sehe, die mich aus den Ladenregalen anstarren, werde ich ein wenig angespannt.
Ich bin noch nicht bereit, Leute. Nicht. Fertig.
Ich habe noch lange, entspannte Tage zum Genießen, Morgens zum Ausschlafen und Mittagessen, um NICHT packen und planen zu müssen. Ich möchte, dass unsere Lebensabschnitte nicht durch die Auslagen an der Vorderseite der Geschäfte bestimmt werden. Ich brauche es, dass es immer noch die Jahreszeit des SOMMERs ist, nicht die Jahreszeit der Herbstplanung.
Also werfe ich glücklich die Herbstkataloge weg und bleibe noch ein paar Wochen bei Maiskolben und Limonade.
Ich bin mir sicher, dass ich in einem Monat, nachdem ich jede erdenkliche Sommeraktivität erledigt habe, singen und meinen Einkaufswagen mit genug Freude durch den Schulmaterialregal schieben werde, um mein eigenes Musical zu ergattern Nummer.
Und dann, eine Woche später, werden die Weihnachtsbäume auftauchen.
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Dieser Artikel wurde ursprünglich am 15. Juli 2011 veröffentlicht