Geräte: Wie jung zu jung ist und was zu tun ist, nachdem Sie „Ja“ gesagt haben
Geräte: Wie jung zu jung ist und was zu tun ist, nachdem Sie „Ja“ gesagt haben
von Lauren HershAug. 25, 2017MStudioImages / iStockLetzten Monat wurde meine puppenliebende Tochter mit Zöpfen 7 Jahre alt. In den Monaten vor ihrem Geburtstag erstellte meine bald 7-Jährige ihre Wunschliste. In den vergangenen Jahren enthielt die Liste alle im American Girl-Katalog enthaltenen Artikel, Bastelprojekte in Hülle und Fülle und ein paar zufällige Spielzeuge, die sie in Sprout-Infomercials entdeckt hatte. Dieses Jahr sah die Liste völlig anders aus. Es enthielt einen einzigen Artikel.
Ein Telefon.
Meine Tochter war auf das Telefon fixiert. Sie erklärte, dass sie es zum Tätigen und Empfangen von Anrufen, für FaceTime und zum Senden von Textnachrichten benötige. Als wir ihr sagten, dass um 7 Uhr kein Telefongespräch stattfinden würde, bereitete ich mich auf einen massiven Zusammenbruch vor. Stattdessen fragte sie ruhig, ob wir einen Kompromiss in Betracht ziehen und ihr ein iPad oder einen iPod Touch besorgen würden. Bevor ich antworten konnte, erklärte meine selbstbewusste 6-Jährige, dass sie vorhabe, das Gerät verantwortungsbewusst und vorsichtig zu verwenden. Sie legte es während des Essens weg, teilte keine Passwörter mit und teilte uns sofort mit, wenn sie von einem Fremden kontaktiert wurde.
Offensichtlich hat meine Tochter zugehört, während ich gearbeitet habe.
Als Anwalt, der zum Berater für Gewaltprävention wurde, arbeite ich mit Schülern, Eltern und Pädagogen zusammen, um Strategien zu entwickeln, die junge Menschen in die Lage versetzen sollen, sich sicher, umsichtig und mit Einfühlungsvermögen im Internet zurechtzufinden. In meinen interaktiven Workshops untersuche ich Situationen, die die Komplexität sozialer Medien, die Beständigkeit von Fotos und die Fallstricke einer schwindelerregenden Welt, in der jedes Detail dokumentiert ist, deutlich machen. Im Mittelpunkt all meiner Arbeit steht meine feste Überzeugung, dass wir, wenn wir digitale Katastrophen verhindern wollen, ein kompliziertes Gespräch frühzeitig und oft eröffnen und klare, eindeutige Grenzen schaffen müssen, die kluge Entscheidungen ermöglichen.
Da stand ich also vor dem Unvermeidlichen. Meine Arbeitswelt und meine Heimatwelt kollidierten.
Um es ganz ehrlich zu sagen: Ich hätte es auf jeden Fall vorgezogen, mein Kind für immer auf das Gerät verzichten zu lassen. Als Eltern sind wir dazu veranlagt, unsere Kinder zu schützen, und ich habe zu viele Online-Situationen gesehen, die zu Kummer, Rauswurf oder Schlimmerem führten. Aber die Fakten waren nicht zu meinen Gunsten: 95 % der 8- bis 11-Jährigen haben in den letzten vier Wochen das Internet genutzt, und 45 % nutzen soziale Netzwerke. Es wäre nahezu unmöglich, ein Gerät von meiner Tochter fernzuhalten. Stattdessen habe ich beschlossen, diese Anfrage als Gelegenheit zu nutzen, mit der Entwicklung von Parametern zu beginnen, die eine sichere, gesunde und sorgfältig verwaltete Online-Erkundung ermöglichen würden.
Am Abend ihres Geburtstages packte mein süßes Geburtstagskind ihren Wunsch aus. Dem iPod Touch lag eine sehr spezifische Anleitung bei. Bevor „Plug-in“ in Frage kam, musste sie sich mit mir zusammensetzen, um unsere gemeinsamen Erwartungen festzulegen. Zu meiner Überraschung wollte meine Tochter nicht nur unbedingt den „Ein“-Schalter betätigen, sondern auch unseren Vertrag ausarbeiten.
Bei der Formulierung unserer Erwartungen musste auch ich mein eigenes Verhalten prüfen, das nun hinterfragt werden sollte. Und glauben Sie mir, es gab Dinge, die ich besser machen könnte. Wenn ich meinen Kindern Geräte am Esstisch verbieten würde, könnte ich meine nicht herausholen, um „nur eine Arbeitsnachricht zu lesen“. Die Zeiten des unerlaubten Fotografierens sind nun vorbei. Aber mit dieser Erkenntnis ging auch die Überzeugung einher, dass ich die notwendigen Schritte unternahm, um mein Mädchen (und ihre Mutter) auf den Weg zu bringen, Technologie als Werkzeug zu nutzen, ohne dass sie zu einem Anhängsel, einer Quelle ständiger Ablenkung oder einem Gerät wird, das die Trennung fördert.
Im letzten Monat war ich überwältigt davon, wie rücksichtsvoll meine Tochter mit dieser neuen Verantwortung umgegangen ist. Alleine dockt sie das Gerät vor dem Abendessen an und schaut aufmerksam auf die Uhr für 20 Uhr. abschalten. Obwohl ich nicht dumm genug bin zu glauben, dass dieses außergewöhnliche Verhalten nach dem Geburtstag für immer und ohne Erinnerung anhalten wird, bin ich optimistisch, dass wir gemeinsam einen Weg zu gesunden Grenzen und dauerhaft offenen Kommunikationswegen schaffen.
Für viele Familien, mit denen ich zusammenarbeite, fühlt sich eine vollständige Technologieübernahme unmittelbar bevorstehend, unvermeidlich und überwältigend an. Als Eltern, die ihre Kinder in einer sich ständig verändernden vernetzten Welt großziehen, sind die Herausforderungen groß und real. Unsere Kinder zu schützen und vor den Gefahren der endlosen Online-Kommunikation zu schützen, kann sich wie eine entmutigende Vollzeitaufgabe anfühlen. Aber wenn ich meine 7-Jährige und ihre endlosen Möglichkeiten betrachte, sehe ich Lösungen. Die Förderung intelligenter und sicherer Online-Entscheidungen bedeutet nicht, dass Geräte (oder unsere Töchter) für immer im Schrank bleiben. Es bedeutet, Strukturen und klare Grenzen zu schaffen, die ein sicheres und durchdachtes Engagement online und offline ermöglichen.
Und passend zu diesem Thema, mein süßer kleiner 7-Jähriger, egal wie überzeugend du bist, Instagram, Snapchat oder Facebook wirst du so schnell nicht bekommen.