Das Geschenk unplugged-Zeit mit der Familie
Im Laufe der Zeit blieben die Jobs einiger Kinder auf der Strecke oder wurden von jemand anderem übernommen. Mein Mann hat es zu seiner Abendroutine gemacht, den Hundenapf zu füllen, und wenn man sich die Menge an Hundehaaren anschaut, die heute vom Boden gefegt wurden, kommt niemand mit dem Bürsten des Hundes nach. Aber dieser Teil blieb hängen: der abendliche Hundespaziergang mit der Familie.
Als die Kinder in der Grundschule waren, war es einfach, uns alle vier und unseren pelzigen Begleiter jeden Abend auf den Grüngürtel zu holen. Heutzutage treffen wir unser gesamtes Familienkollegium meist nur an heißen Sommernächten, wenn weder Hausaufgaben noch nasses Winterwetter dazwischenkommen, und selbst dann scheint es, dass die Nächte, in denen wir alle zusammen sind, zu selten sind. Aber diese Woche hatten wir in jedem unserer Terminpläne Zeit und es war eine ungewöhnlich warme Nacht, also machten wir uns alle auf den Weg zu unserem Abendspaziergang. Es war ein perfekter Abschluss eines anstrengenden Tages, und selbst wenn er dort zu Ende gegangen wäre, hätte ich den Abend immer noch als einen riesigen Erfolg betrachtet – Familienessen und Familienspaziergang – als würde man im Lotto gewinnen!
Aber es wurde besser.
Wir leben in einer Welt, in der das Eltern- und Familienleben extrem durchgeplant ist. Aber es gibt Momente, die man nicht planen, kaufen, skripten oder orchestrieren kann. Nachdem wir wieder zu Hause angekommen waren, ging ich nach draußen, um meine Fersen (im wahrsten Sinne des Wortes) im Pool abzukühlen. Ich sah zu, wie unsere Kinder in der Küche Limonade einschenkten, und erwartete, dass sie sich, sobald sie fertig waren, ihre Gläser schnappten und sich in ihre individuellen Räume und i-Geräte zurückzogen. Stattdessen kam leise ein Kind nach draußen, bald folgte das andere, und mein Mann und der Hund waren nicht weit dahinter. Ohne mit der Wimper zu zucken, saßen wir gemeinsam am Beckenrand und setzten unsere lockere, gewundene Unterhaltung vom Spaziergang fort. Es war großartig.
Es war ein Geschenk.
Wir befinden uns in dieser seltsamen Übergangsphase, in der unsere Tochter in ein paar Monaten aufs College geht und unser Sohn wirklich nicht allzu weit zurückliegt. Wie alle Eltern habe ich große Hoffnungen für meine Kinder auf dem Weg in ihre jeweilige Zukunft. Aber mein egoistischster Wunsch ist dieser: Selbst nachdem sie ihr eigenes Leben aufgebaut und ihre eigenen Familien gegründet haben, finden wir uns hin und wieder dabei, zusammen den Abendhimmel zu genießen, uns einfach an der Gesellschaft des anderen zu erfreuen und über alles oder gar nichts zu reden. Noch einmal.
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 20. Juli 2015 veröffentlicht