Wenn wir aufhören könnten, uns von der körperlichen Erscheinung diktieren zu las

Wenn wir aufhören könnten, uns von der körperlichen Erscheinung diktieren zu las

Ich bin keine hässliche Frau. Ich sage das nicht, um zu prahlen – ich bin mir nur der Tatsache bewusst, dass ich in den Augen der Gesellschaft zumindest mäßig attraktiv bin.

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Warum bin ich mir dessen bewusst? Weil ich es sein muss. Das tun alle Frauen. Wir können den ganzen Tag Lippenbekenntnisse darüber ablegen, dass das Aussehen keine Rolle spielt, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt und dass es darauf ankommt, was in Ihrem Gehirn, Ihrem Herzen und Ihrer Seele steckt.

Aber am Ende des Tages zählt auch oberflächliche Schönheit. Und das ist scheiße.

Forscher der Metropolitan State University of Denver fanden heraus, dass attraktive Frauen im College und darüber hinaus im Vorteil sind. Mit einer etwas Trump-ähnlichen Methodik bewerteten Freiwillige die Studenten, die die Universität zwischen 2006 und 2010 besuchten, auf einer Skala von 1 bis 10. Anschließend verglichen die Forscher die Attraktivitätswerte der Studenten mit ihren Noten.

Die Ergebnisse waren aussagekräftig. Frauen, die die Freiwilligen für attraktiver hielten, erhielten im Klassenzimmer bessere Noten und in Online-Kursen schlechtere Noten, während weniger attraktive Frauen keinen Unterschied zeigten. Die Tatsache, dass die attraktiveren Studentinnen im Präsenzunterricht bessere Noten erhielten, deutet darauf hin, dass es ihr Aussehen war, das den Unterschied ausmachte, und nicht andere Faktoren wie Detailorientierung oder akademisches Selbstvertrauen.

Für Männer machte die Attraktivität überhaupt keinen Unterschied. Stellen Sie sich das vor.

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Sowohl wissenschaftliche als auch anekdotische Studien haben gezeigt, dass Schönheit ihre Vorzüge hat. Im Jahr 2006 ABC News führte ein Experiment mit zwei Schauspielerinnen durch, von denen eine als „hübsch“ und die andere als „irgendwie unscheinbar“ galt. Jede Frau ließ einen Arm voll Bücher vor Menschen fallen, die im New Yorker Stadtteil Greenwich Village an ihr vorbeigingen.

Raten Sie mal, wer von weniger als der Hälfte der Passanten Hilfe beim Aufheben der Bücher bekam, und raten Sie mal, wer von mehr als 70 % Hilfe bekam? Ein Mann kaufte der hübschen Schauspielerin sogar eine neue Tasche, um ihre Bücher darin aufzubewahren.

Achten Sie mal darauf.

Wir leben in einer Welt, in der Männer in Sitcoms pummelig und kahlköpfig sein können, ihre Frauen aber immer noch perfekte Zehner sind. Wir leben in einer Welt, in der ein Mann, der ergraut, als „vornehm“ gilt, während eine Frau mit grauen Haaren einfach als alt gilt.

Männer werden natürlich auch nach ihrem Aussehen beurteilt, aber nicht in dem Maße oder mit der Offenheit, die Frauen tun. Und natürlich haben wir eine natürliche menschliche Tendenz, uns von Attraktivität angezogen zu fühlen. Schönheit zu schätzen ist an sich keine schlechte Sache. Aber wenn wir Menschen deswegen anders behandeln, liegt das in der Natur des Menschen. Genauso wie wir die menschliche Tendenz, zu verallgemeinern und zu urteilen, unter Kontrolle halten müssen, müssen wir uns unserer Tendenz, gutaussehenden Menschen mit größerer Achtung zu begegnen, bewusst sein.

Es ist erwähnenswert, dass schöne Frauen nicht immer auf der Gewinnerseite stehen. Eine weitere menschliche Tendenz besteht darin, höhere Erwartungen an attraktive Menschen zu haben, und wir können enttäuscht sein, wenn sie diesen Erwartungen nicht gerecht werden. Dieses Phänomen ist als „Schönheitsstrafe“ bekannt. Wenn hübsche Menschen nicht so gut abschneiden, wie wir denken, dass sie es sollten, neigen wir dazu, sie härter zu verurteilen und zu bestrafen als weniger attraktive Menschen.

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Ich denke, die gute Nachricht ist, dass wir verdammt sind, wenn wir es tun, und verdammt, wenn wir es nicht tun. Willkommen in der Weiblichkeit.

Aber im Ernst: Können wir uns nicht zumindest mehr Mühe geben, über das äußere Erscheinungsbild einer Frau hinauszuschauen und all die Schönheit und Bösartigkeit zu erkennen, die sie möglicherweise auf andere Weise zum Ausdruck bringt? Können wir uns darauf einigen, dass wir Hilfe anbieten, egal wie sie aussieht, wenn eine Frau so aussieht, als ob sie Hilfe braucht?

Ich weiß, dass wir die menschliche Natur nie völlig überwinden werden, aber vielleicht können wir zumindest versuchen, uns bewusst zu machen, wann sie uns weniger menschlich macht.

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 31. Januar 2017 veröffentlicht