Nachts

Nachts

Früher gehörte die Nacht mir.

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Dann war es der Kampf, mich umzudrehen, die Füße unter meinen Rippen.

Dann war es eine Wehe und noch eine und noch eine und ich denke, das ist es.

Jetzt wird es gezogen, gezogen aus der Tiefe des Schlummers durch deine Tränen.

Jetzt ist es alle zwei Stunden auf, der süße Geruch von Milch.

Jetzt ist es 00:45 Uhr und 3:20 Uhr und 5:30 Uhr, obwohl manche es diesen Morgen nennen würden.

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Jetzt wacht es in Panik auf, weil du mich nicht geweckt hast.

Jetzt liegt deine Brust an meiner und strahlt Hitze aus wie eine Flamme, wann habe ich dir die letzte Dosis Medizin gegeben?

Jetzt ist es ein Schlag, ein Körper auf dem Boden, der nicht an ein Bett gewöhnt ist.

Jetzt ist es dein Atem auf meinem Gesicht, der mit seinem Rhythmus meine Augen öffnet.

Jetzt ist es ein Flüstern im Dunkeln, ein Glas Wasser, bitte, nur eins.

Jetzt wechselt es die Bettwäsche, ist mit Urin durchnässt und verspricht, dass es nicht passieren wird Schon wieder.

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Jetzt ist es dein eigenes Leselicht, das du vergessen hast auszuschalten.

Jetzt mache ich mir Sorgen, Mama, ich kann nicht schlafen.

Jetzt sind es Schritte auf der Treppe, ich bin nicht müde, Mama, und vielleicht bist du es auch nicht.

Bald ist deine Schlafenszeit später als meine.

Bald ist die Party, von der ich dich abholen werde Mitternacht.

Bald wird es ein Knarren der Haustür sein, die Uhr steht Wache, nicht ich.

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Immer weicht es dem Licht, mit dir einen Tag älter.

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 25. Juli 2014 veröffentlicht