Mama-Freunde: Gesprächsstarter 101
Ihre Kinder sind ungefähr im gleichen Alter, und Sie haben sie auf dem Spielplatz, beim Mama-Baby-Yoga oder in der La Leche League gesehen. Eine Heilige Mutter fing an zu schimpfen. Vielleicht ist die Formel Gift, oder Stoffwindeln zerstören die Erde, oder Eidechsen-Aliens drängen ahnungslosen Erdbewohnern Impfungen auf. Dein Blick traf ihren. Und synchron rollten sie.
Willkommen bei Mom Friends.
Klar, du hattest schon einmal Freunde. Sie kannten diese Freunde in- und auswendig: die Anzahl ihrer Geschwister, ihre psychiatrischen Diagnosen, das genaue Möbelstück, auf dem sie ihre Jungfräulichkeit verloren haben. Sie wussten, dass sie Cake mehr mochten als Wilco oder Brittany mehr als Christina. Sie kannten ihre politischen Ansichten. Sie hatten politische Ansichten. Ihr Freundeskreis wurde sorgfältig zusammengestellt, basierend auf gegenseitigem Interesse und ähnlichen Persönlichkeiten, wahrscheinlich Lebensphilosophien.
Nicht mehr, Mamas. Nicht mehr.
Jetzt sind deine Freunde die Frauen, die du auf dem Spielplatz, beim Mama-Baby-Yoga oder beim Abholen und Bringen von der Schule siehst. Zu Ihren gemeinsamen Interessen gehören Kinder, und Ihre Gespräche drehen sich um Kinder, Kot (und wo er dieses Mal gelandet ist), Töpfchentraining, Kinderwagen und darum, wer diese Woche einen Super-Sale auf Hähnchenbrust hat. Sie wissen mehr über die Stuhlgewohnheiten ihrer Kinder als über ihr Innenleben.
Meine Damen, so können Sie nicht leben. Du verdienst mehr. Du brauchst mehr. Und Sie werden nie Ihre MBFF (die beste Freundin Ihrer Mutter für immer) finden, wenn Sie alleine kacken. Gehen Sie mit diesen Gesprächstipps über Fäkalien hinaus:
1. Sex: Sie hatte es mindestens einmal. Wahrscheinlich möchte sie es wieder haben. Das tust du auch. Ein gut platzierter Kommentar darüber, dass man nie flachgelegt wird bzw. flachgelegt werden möchte oder Angst davor hat, dass seine weiblichen Teile wie Rinderhackfleisch aussehen, kann für echtes Gesprächsstoff sorgen.
2. Geburt: Ihr habt es beide geschafft. Dies ist eine gute Möglichkeit herauszufinden, ob sie eine Hippie (Hausgeburt, Geburtshaus, keine Eingriffe) oder eine eher konventionelle Mutter (Krankenhaus, PDA, Wahlabteilung) ist. Es ist natürlich nicht einfach. Aber es ist ein guter Ausgangspunkt, um Ihre Genitalien in das Gespräch einzubeziehen. Haben Sie während der Geburt gekackt? Hat sie? Jede Mutter redet gerne über Kot!
3. Musik: Fangen Sie auf der sicheren Seite an, denn Sie haben es satt, ständig Kinderrock zu spielen. Denken Sie dann darüber nach, wie sehr Sie es vermissen, Musik zu hören, in der das Wort „fuck“ vorkommt. Vermisst sie Pretty Hate Machine? Eminem? Die Sex Pistols? Dann verbindet euch durch eure gemeinsame Liebe zur beschissenen 90er-Jahre-Musik.
4. Politik: Spielplatzpolitik, das heißt. Was tun Sie, wenn jemand versucht, Ihrem Kind die Rutsche hinaufzuhelfen? Oder wenn ein anderes Kind Ihres schlägt? Sind Sie eher Freilandhaltung oder Helikopterhaltung? Eine gute Möglichkeit, etwas über Lebensphilosophie zu lernen, ohne tiefgreifende Fragen zu stellen und wie ein Kiffer zu klingen.
5. College: Ist sie gegangen? Hast du? Was für schreckliche, schreckliche Dinge hast du dort getan? Seien Sie ruhig. Sie wissen, dass Sie die durchnässten Müslischalen auf Ihrem Tresen vergessen und jemandem von der Zeit erzählen möchten, als Sie betrunken waren und mit dem halbberühmten Schlagzeuger einer drittklassigen Band rumgemacht haben.
6. Geschwisterdrama: Nicht deine Kinder, sondern deine. Wenn Sie ein Geschwister haben, haben Sie ein Geschwisterdrama. Das tut sie auch. Eine gute Möglichkeit, etwas über die Familie einer Person zu erfahren und herauszufinden, ob sie verrückt ist. Daran ist nichts auszusetzen – im Gegenteil, es sorgt für eine bessere Konversation. Ich habe einmal herausgefunden, dass der Vater eines Freundes davon überzeugt ist, dass er als Kind von Außerirdischen entführt wurde. Das hätte der Einstieg dieser Mutter in jedes einzelne Gespräch sein sollen.
7. Wo man die besten Yogahosen kauft: Hier sollte das Gespräch beginnen. Wenn man es richtig macht, redet man am Ende über das Einkaufszentrum, wo man gerne einkauft und wie man sich kleidet, wenn man nicht mit Erbrochenem und kleinen Kindern bedeckt ist. Dies ist ein guter Einstieg, um sie zu einem Date mit ihrer Mutter (ohne Kinder) einzuladen.
8. Frühere Leben: z. B. vor Kindern (Reinkarnation mag interessant sein, aber wenn man im tiefen Süden lebt, besteht auch eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass man als Verrückte abgestempelt wird). Dies ist eine Frage, die man durchaus stellen kann: Was haben Sie also gemacht, bevor Sie Kinder waren? Ihre Antworten werden Sie vielleicht überraschen: Eine meiner besten Freundinnen war Meteorologin, eine andere Botanikerin.
9. Basteln: Die Chancen stehen gut, dass sie, wie Sie, irgendeine Art von Bastelei betreibt, um die eindringende Dunkelheit und das existentielle Leid in Schach zu halten. Vielleicht hat sie die Mützen gestrickt, die ihre Kinder tragen. Vielleicht ist sie Malerin. Vielleicht kann sie keinen Blockturm bauen, aber das ist genauso interessant.
10. Alkohol: Was man trinkt, wann man trinkt, wo man es kauft, vergangene Ausschweifungen – die Liste ist endlos! Es wird auch die Abstinenzler aussortieren, weil du sowieso nicht mit ihnen befreundet sein wolltest.
Mach jetzt weiter. Finde ein paar Freunde!
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Dieser Artikel wurde ursprünglich am 26. Februar 2012 veröffentlicht