Können wir kleine Jungen einfach weich bleiben lassen?
Lass uns über kleine Jungs reden.
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber die kleinen Jungs, die mir nahe stehen, gehören zu den sensibelsten, fürsorglichsten und sanftmütigsten Kindern, die ich kenne.
Sie achten aufeinander. Sie beschützen sich gegenseitig und kümmern sich umeinander. Und nicht nur andere Jungen, sondern alle Menschen.
Sie trösten, akzeptieren und vergeben. Sie sind freundlich und verletzlich. Sie bekommen Angst und bitten um Hilfe. Sie sind groß und offen mit ihrer Liebe und ihren Gefühlen. Sie tragen ihr Herz auf der Zunge. Sie weinen – sehr oft.
Sicher, sie können wild und impulsiv und laut sein (so sehr laut!), aber in ihnen steckt eine Sanftheit, die süß und zart und zerbrechlich (so sehr zerbrechlich) ist.
Heute Nachmittag am Pool wurde mein älterer Sohn von einem älteren Kind verletzt und keiner seiner Freunde sagte ihm, er solle härter werden, „ein Mann sein“ oder nicht weinen. Stattdessen trösteten sie ihn, beschützten ihn und passten auf ihn auf.
Ab wann ändert sich das? An welchem Punkt bekommen unsere kleinen Jungen die Botschaft, dass sie hart und nicht weich sein müssen, dass sie furchtlos statt mutig sein müssen, dass sie hart sein müssen (und dass harte Jungs nicht weinen)? Und was noch wichtiger ist: Wie können wir verhindern, dass diese Botschaften unseren Jungen schaden – denselben Jungen, die eines Tages Männer sein werden und noch mehr kleine Jungen großziehen?
Lassen Sie uns mit dem ganzen „Männer-auf“-Unsinn aufhören. Hören wir auf, Jungen zu sagen, sie sollen härter werden. Wischen wir ihre Tränen weg und reiben wir ihnen den Rücken, anstatt ihnen zu sagen, sie sollen mit dem Weinen aufhören. Feiern wir ihre Sanftheit und Sanftmut. Bringen wir ihnen bei, ihre Gefühle zu verstehen und ihnen zu vertrauen. Loben wir sie dafür, dass sie sich um andere kümmern, freundlich sind, ein guter Freund sind und Empathie zeigen.
Lasst uns ihnen helfen, sanft zu bleiben. Wir werden ihnen und der Welt einen großen Gefallen tun.