Die Hausaufgabenlücke: Der traurige Grund, warum manche Kinder ihre Hausaufgaben

Die Hausaufgabenlücke: Der traurige Grund, warum manche Kinder ihre Hausaufgaben

Etwa 5 Millionen Kinder im schulpflichtigen Alter leben derzeit in Haushalten ohne Internetanschluss, und in Haushalten mit Kindern mit niedrigem Einkommen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu Hause kein Internet haben, viermal höher als in Haushalten mit mittlerem oder höherem Einkommen. Und das hat schwerwiegende Auswirkungen auf ihre Ausbildung.

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Bereits in der ersten Klasse erhalten die Schüler möglicherweise Hausaufgaben, für die nicht nur ein Internetzugang erforderlich ist, sondern ihre Schulbücher stehen ihnen oft auch nur in digitaler Form zur Verfügung – was das Internet zu Hause zu einer Notwendigkeit macht, nur um mit den täglichen Schularbeiten Schritt halten zu können. Infolgedessen können wir dem Meer an Ungleichheiten, mit denen die Schulkinder unseres Landes konfrontiert sind, etwas Neues hinzufügen – die „Hausaufgabenlücke“.

Die Lücke bei den Hausaufgaben bezieht sich auf alle Hindernisse für den schulischen Erfolg, mit denen Kinder, deren Zuhause nicht über eine grundlegende Internetverbindung verfügt, letztendlich konfrontiert sind. Und es ist dieser Mangel an Internetzugang, der zu einer Vielzahl potenzieller Probleme für einkommensschwache und gefährdete Studierende führt und so die Kluft bei den akademischen Leistungen noch weiter vergrößert. Kurz gesagt, für Hausaufgaben sind nicht mehr nur Stift und Papier erforderlich; Sie benötigen jetzt Breitband.

Die digitale Kluft und die Lücke bei den Hausaufgaben werden von Jahr zu Jahr größer, da immer mehr Schulen weiterhin einen technologiebasierten Lehrplan einführen, der darauf angewiesen ist, dass Schüler und Familien über ein Internet verfügen, um Schulaufgaben zu erledigen, mit Lehrern zu kommunizieren und Aufgaben entgegenzunehmen und zu erledigen. Ungefähr 7 von 10 Lehrern geben jetzt Hausaufgaben, für die Breitbandanschluss erforderlich ist, und mehr als die Hälfte der Schulleiter nennen digitale Ungleichheit als die neue große Herausforderung, vor der ihre Schüler stehen.

Wir sehen auch, dass viele weiterführende Schulen völlig papierlos und zu 100 % digital arbeiten und jedem Schüler Google Chromebooks ausstellen. Die Schüler müssen das Lernmanagement-Softwareportal der Schule nutzen, um alle Aufgaben zu finden, zu erledigen und hochzuladen und sogar alle Quizze, Tests und Abschlussprüfungen im Klassenzimmer abzulegen. Mehr als 30 Millionen Schüler nutzen derzeit Google-Bildungs-Apps, Google Classroom und andere Online-Arbeits- und Projektfreigabe-Apps. Für Eltern ist es mittlerweile normal, sich auf Online-Bewertungs- und Zeugnisportale zu verlassen, um über die schulischen Fortschritte ihres Kindes auf dem Laufenden zu bleiben.

Diese erschreckenden Statistiken vermitteln nicht einmal ansatzweise ein klares Bild davon, welche Folgen die Hausaufgabenlücke für Familien ohne Internet hat. Nur um grundlegende Hausaufgaben zu erledigen, verbringen diese Eltern und Kinder oft ihre Abende damit, durch ihre Gemeinden zu fahren und nach kostenlosen WLAN-Zonen zu suchen, und/oder auf Parkplätzen geschlossener Bibliotheken, Cafés oder anderen Orten mit WLAN-Zugang zu sitzen, nur um ihre Arbeit zu erledigen.

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Und nicht nur die Möglichkeit, Hausaufgaben zu empfangen und hochzuladen, ist davon betroffen. Oliver Unaka – der öffentliche Informationsbeauftragte im kalifornischen Pomona School District, einem Bezirk, der kürzlich eine Partnerschaft mit Sprint eingegangen ist, um seinen Familien mit niedrigem Einkommen Hotspots zur Verfügung zu stellen – stellt fest, dass das Internet zu Hause das Lernen der Schüler auf vielfältige Weise erleichtert.

„Diese Schüler gehen online, sie haben Chat-Gruppen, sie interagieren mit Tutoren, ich meine, sie sind so einfallsreich geworden, was das Lernen und die Bereitstellung von Ressourcen angeht, um ihr wachsendes Bewusstsein zu fördern, dass das Fehlen des Internets diese Wege, diese Portale zu ihnen erheblich versperrt, und sie stecken fest, indem sie es auf die Art und Weise tun, wie es die Menschen im dunklen Zeitalter getan haben“, sagt Unaka.

Andere Bezirke entscheiden sich dafür, die Hausaufgabenlücke zu schließen, indem sie ihre Schulen nach der Schule länger geöffnet lassen und sogar abends öffnen, mit dem einzigen Zweck, den Schülern die Möglichkeit zu geben, das WLAN oder die Computerräume zu nutzen. Und als eine der kreativeren Lösungen für diese Lücke installierte der Schulbezirk Coachella in Kalifornien WLAN in den Schulbussen des Bezirks, um die Heimfahrt zu einer Gelegenheit für Hausaufgaben zu machen. Anschließend parken sie diese WLAN-fähigen Busse über Nacht in einigen der ärmsten Viertel, um die ganze Nacht über ein WLAN-Signal bereitzustellen.

Es bedarf kreativer Lösungen wie dieser sowie kooperativer Beziehungen zwischen Internetdienstanbietern in Unternehmen und örtlichen Schulbezirken, um die digitale Kluft und die Hausaufgabenlücke zu schließen. Da das Informationszeitalter nicht vorüber ist, reicht es für die Schulkinder unseres Landes nicht mehr aus, sich auf Buntstifte und Enzyklopädien zu verlassen, um in dem schnelllebigen und hochtechnologischen Wirtschaftsumfeld, in dem wir leben, wettbewerbsfähig zu sein.

Aber Schulbezirke allein können dieses komplexe und vielschichtige Problem des Zugangs zu Informationen nicht lösen – es ist wirklich ein Gemeinschaftsproblem, das angegangen und gelöst werden muss, bevor eine ganze Generation von Kindern ins Hintertreffen gerät.

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 4. Januar 2018 veröffentlicht

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