Die 9 Phasen des Abendessens in einer Bar mit Ihrem Baby
1. Verzweiflung. Es ist ein eiskalter und dunkler Sonntagnachmittag. Du hast Hunger, es ist kein Essen im Kühlschrank. Die örtliche Bar bietet am Sonntagnachmittag Gypsy-Jazz; das Innendesign ist eine Anspielung auf die Salons von 1890; Die Barkeeper sind gekleidet wie Jesse James und die Leute, die ihn getötet haben. Die Hamburger auf der sehr kurzen Speisekarte sind gut, auch wenn sie 16 Dollar kosten. Die Bar verfügt über ein paar Hochstühle, sie können also nicht ganz kinderfreundlich sein. Sie mögen auch ihre Cocktails, besonders den namens Lozenge, der nach Traubenlimonade schmeckt.
2. Optimismus. Es gibt jede Menge andere Kinder in dieser Bar. Die Schauspieler Keri Russell und Matthew Rhys veranstalten offenbar in der gesamten hinteren Hälfte dieser Bar eine Party für Kinder. Viele Eltern genießen Tenorgitarre und Dark and Stormys und ihre Kinder sind relativ ruhig – warum sollte Ihr Kind Probleme haben?
3. Entsetzen dämmert. Ihr Kind ist 15 Monate alt. Das ist der absolute Tiefpunkt der Frage: „Kann ich mit diesem Kind in einer Bar klarkommen?“ Vor 15 Monaten sind sie Klumpen in einem Autositz. Anschließend können sie mit Frozen am Telefon bestochen oder abgelenkt werden. Fünfzehn Monate sind der Moment, in dem Mobilität – entschlossenes Krabbeln, verwirrtes Gehen – und Widerspenstigkeit in einer höllischen Mischung aufeinandertreffen. Es ist, als würde man mit einem entschlossenen, kreischenden Schwein ringen.
4. Schleichende Müdigkeit. Dieses unglaublich starke Schweinekind wird deinen Kopf erklimmen, um zur Wandleuchte zu gelangen; Er wird die Kerze in die Nische hinter dir werfen, wobei heißes Wachs in dein Haar spritzt. Die Leute, die da sitzen, gehen höflich und angespannt damit um; Du kaufst ihnen eine Lutschtablette und bekommst gleich noch eine für dich selbst.
5. Peinlichkeit. Ihr älterer Sohn, der zuvor in Frozen vertieft war, schaut auf und sagt: „Mami, ich bin ein Superheld.“
„Das ist großartig“, sagen Sie.
„Möchten Sie wissen, was meine Superkräfte sind?“ fragt er.
„Ähm-hmmm“, sagst du, während du damit beschäftigt bist, Wachs aus deinen Haaren zu entfernen.
„Weißt du, was meine Superkraft ist?“ er beharrt darauf.
Er hält inne. „Es stinkt.“
Im Nu wird klar, was er meint. Sie stecken Ihre Nase in Ihr mit Cepacol angereichertes Getränk und beten, dass es niemand sonst bemerkt.
6. Selbstmitleid und Selbstzweifel. Warum hielten Sie das für eine gute Idee? Du hättest Essen zum Mitnehmen bekommen sollen. Zu Hause haben Sie die richtige Ausrüstung zum Anschnallen des Babys, wie zum Beispiel den schwedischen Hochstuhl, der der Maske von Hannibal Lector ähnelt.
7. Rücktritt. Das Baby, jetzt in seinem Hochstuhl, streckt seine schmutzigen Hände in Richtung des Hinterns eines jeden, der durch den engen Raum zwischen den Nischen und der Bar geht. Manchmal ergattert er Jeanstaschen und Schürzenbänder. Für einen kurzen Moment besitzt er jemandes Portemonnaie, befestigt an einer Kette, die an einer Gürtelschlaufe befestigt ist; Diese Person wird wie ein Fisch am Haken nach hinten gezogen. Sie kaufen ihnen einen Cocktail namens Dramamine; Wenn Sie schon dabei sind, noch eines für sich selbst.
8. Benommenheit. Du warst nicht mehr so betrunken und verzweifelt nach Essen seit deinen Zwanzigern, als du um zwei Uhr morgens in einen Falafel-Stand auf der Lower East Side wackelte. Wenn das Abendessen kommt, zerstückeln Sie für die Kinder mit bloßen Händen einen Hamburger. Sie beenden Ihre eigene Mahlzeit in weniger als vier Minuten.
9. Verzweiflung. Die Rechnung kommt. Der Kellner legt den Scheck in sein silbernes Tablett direkt vor dem Hochstuhl. Das Baby ergreift es und wirft es in die nächste Nische, die es offenbar für eine Art Mülleimer hält. Du holst die Kinder, die Kinderwagen, die Taschen und die Mäntel aus der Tür und versuchst, dich auf dem Bürgersteig wieder zu sammeln. Jesse James und die Ford-Brüder starren dir mit kaum verhohlener Erleichterung hinterher. Es ist 16:45 Uhr. Nur noch drei Stunden bis zum Schlafengehen. Vielleicht solltest du dir ein Eis gönnen?
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 5. Dezember 2014 veröffentlicht