Das Einzige, was Sie Müttern, die mit PPD zu kämpfen haben, nicht sagen sollten
Da ich die meiste Zeit meines Lebens mit Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen hatte, war ich ein Hauptkandidat für eine Wochenbettdepression.
Ich habe drei Kinder und bei jedem von ihnen hatte ich eine Wochenbettdepression in unterschiedlichem Ausmaß. Da war die postpartale Angst bei meinem ersten Kind, die sich in häufigen Arztbesuchen wegen jedes kleinen Niesens und Ausschlags äußerte, die leichte postpartale Depression, die man wahrscheinlich besser als „Baby Blues“ beschreiben könnte, nach meinem zweiten Kind und das lähmende, alles verzehrende, von Schuldgefühlen geplagte Schamgefühl nach meinem dritten.
Das Einzige, was bei jeder Erfahrung gleich blieb, war die Reaktion der Menschen um mich herum.
„Es sind nur Hormone. Du bist so.“ gesegnet!“
Jetzt weiß ich, dass sie es gut gemeint haben – das haben sie wirklich getan –, aber es tat jedes Mal weh, das zu hören.
Als Gesellschaft neigen wir dazu, junge Mütter zu entmenschlichen. „Ich bin so müde“ wird mit Gelächter und nostalgischen Grübeleien darüber beantwortet, wie „jede Mutter das durchmacht“. Es gibt keine Fragen mehr nach Ihrem Befinden wie in der Schwangerschaft. Ihnen werden invasive Fragen zu Körperteilen gestellt, die sonst tabu sind. Ihre Entscheidungen und Handlungen werden zu wahrgenommenem Gemeinschaftseigentum.
Eine postpartale Depression ist, als ob Sie buchstäblich in Flammen stehen und im Lotto gewinnen würden. Alle um dich herum feiern und du weißt, dass du glücklich sein solltest, aber es ist irgendwie schwer, deinen Segen zu zählen, wenn du, weißt du, in Flammen stehst.
Die Sache mit PPD ist, dass wir wissen, dass wir glücklich sein sollten, und es doch nicht sind. Das Streichholz ist angezündet.
Wir wissen, dass die Zeit vergänglich und kostbar ist, und doch tickt sie mit Lichtgeschwindigkeit an uns vorbei, während wir müde, ohne Dusche und ohne Verbindung da sitzen. Unsere Babys altern vor uns und doch sitzen wir brennend in unseren Bergen von Reichtümern. Unsichtbar brennend.
Wenn Sie also das nächste Mal mit einer frischgebackenen Mutter sprechen, deuten Sie nicht auf ihre Segnungen hin. Sie weiß es bereits. Gib ihr stattdessen das Gefühl, wieder ein Mensch zu sein. Erinnern Sie sie an all die Dinge, die sie ist und die nicht einfach nur „Mutter“ sind. Füttern Sie sie, helfen Sie ihr mit dem Baby, damit sie duschen oder schlafen kann.
Pflanzen gewinnen nicht im Lotto, Laternenpfähle zählen nicht als Segen. Wenn Sie also einer frischgebackenen Mutter wirklich helfen möchten, an einen Ort zu gelangen, an dem sie ihre wunderbare neue Rolle schätzen kann, erkennen Sie an, dass sie brennt, und helfen Sie ihr, sich wieder menschlich zu fühlen.