Das Einzige, was Sie einem trauernden Elternteil niemals sagen sollten
Trauer kennt keine Grenzen. Ganz gleich, ob Sie zusammengerollt im Bett liegen oder im Supermarkt einkaufen: Das Gewicht, das der Verlust eines Kindes mit sich bringt, kann Sie von einem Moment auf den anderen erdrücken. Seit dem Tod zweier meiner Drillinge vor vier Jahren habe ich gelernt, damit zu leben. Aber mein Herz war nicht auf eine kürzliche Begegnung an einem typischen Sommertag im Park vorbereitet.
Als ich mit meiner Sonnenbrille den Spielplatz überblickte, entdeckte ich in der Ferne meine Tochter. Meine furchtlose Vierjährige, die die Welt um sie herum nicht wahrnahm, kletterte die Rutsche hinauf, anstatt hinunterzurutschen. Es war ein klassischer Tag im Park, die Sonne schien strahlend, während wir Mütter Smalltalk unterhielten und gleichzeitig ein Auge auf unsere Kinder hatten.
„Ist sie Ihr einziges Kind?“ fragte die Mutter, die neben mir saß. Mein Herz setzte einen Schlag aus, als ich schnell über meine Realität nachdachte. Sage ich diesem Fremden die Wahrheit, was zu einem unangenehmen Moment führen könnte, oder überfliege ich es und sage „Ja, sie ist mein einziges Kind“?
Aus irgendeinem Grund fühlte ich mich an diesem Tag wohl, also erklärte ich beiläufig, dass meine Tochter unser Wunderkind ist. Ich erzählte der Frau neben mir, dass sie unser einziges überlebendes Drilling sei und dass ihr Bruder und ihre Schwester innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt verstorben seien.
Die unmittelbare Reaktion kam mir bekannt vor, als die Mutter mir einen schockierten und mitfühlenden Blick zuwarf, den ich schon tausend Mal zuvor gesehen hatte. Aber was sie als nächstes sagte, überraschte mich:
„Oh, es tut mir leid. Wenigstens hast du deine Tochter“, sagte sie, als sie mein Kind an uns vorbeilaufen sah.
Ich spürte, wie mein Gesicht rot wurde, als ich die Tränen unterdrückte. Ja, dieses schöne und starke kleine Mädchen ist unglaublich und sie ist das Licht meines Lebens. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ihr Bruder und ihre Schwester nicht mehr hier auf der Erde sind. Als ich mir die Kinder der Frau ansah, konnte ich nur an die Antwort denken: „Welches Ihrer Kinder würden Sie also gerne aufgeben?“ Aber stattdessen biss ich mir auf die Zunge und ließ die Tränen langsam über meine Wangen rollen.
Für einen Elternteil wie mich, der täglich vor der Herausforderung steht, eine Familie zwischen Himmel und Erde zu gründen, ist die Aussage, dass ich zumindest mein einziges Kind habe, wie ein Dolch ins Herz. In einer Gesellschaft, in der der Verlust eines Kindes noch immer ein Tabuthema ist, fühlen sich viele Menschen unwohl, wenn der Tod eines Kindes ins Gespräch kommt. Eltern sollten ihr Kind nicht begraben müssen; Dieses Kind soll dich überleben. Daher ist es kein Wunder, dass Menschen gebrochenes Herz, Mitleid oder sogar Unbehagen empfinden, wenn sie vom unvorstellbaren Verlust eines Kindes erfahren. Aber was ihnen vielleicht nicht bewusst ist, ist, dass viele von uns trauernden Eltern über ihre Kinder sprechen möchten. Wir würden alles dafür geben, wenn jemand anderes den Namen unserer Kinder ausspricht oder uns fragt, wie es unseren Babys in ihrer kurzen Zeit hier ergangen ist.
Während ich zusehe, wie mein Überlebender gedeiht, bin ich voller Ehrfurcht vor dem Wunder des Lebens. Sie hätte heute nicht hier sein sollen, doch sie trotzte allen Widrigkeiten, die gegen sie standen. Wenn man sie ansieht, würde man nie erkennen, dass sie mehr als 17 Wochen zu früh geboren wurde. Man würde nie erfahren, dass sie nur ein Pfund wog, ihre Haut durchsichtig war und ihr winziger Körper an Maschinen angeschlossen war, die sie am Leben hielten. Nein, dieses kleine Mädchen sollte nicht hier sein, aber ich danke Gott jeden Tag, dass sie hier auf der Erde ist.
Während ich beiläufig die Tränen wegwischte, dachte ich über den Kommentar der Frau nach. Sie hatte es nicht böse gemeint, und sie wollte mich ganz sicher nicht beleidigen. Wie viele Menschen wusste sie wahrscheinlich nicht, was sie sagen sollte. Anstatt zu schweigen, unterhielt sie sich ein wenig, etwas, mit dem wir Mütter im Park bestens vertraut sind.
Ich schaute mir alle Kinder auf dem Spielplatz an und warf dann einen Blick auf die Frau neben mir. Mit wässrigen Augen lächelte ich und nickte. Ja, zumindest habe ich meine Tochter. Und während ich mein Kind in der Ferne beobachtete, blickte ich zu den Wolken über mir hinauf. Alle drei meiner Kinder werden niemals vergessen sein. Ich habe ein Kind, das hier auf der Erde kichert, während sein Bruder und seine Schwester vom Himmel herablächeln.