Es stellt sich heraus, dass Mono mehr als nur eine „Kusskrankheit“ bei Teenagern
Als ich im zweiten Jahr der High School war, waren die gesamte Sopransektion unseres Chors und ein Drittel der Tenorsektion einen Monat lang krank. Wir hätten unser Feiertagskonzert beinahe verpasst, dank der von allen als „Kusskrankheit“ bezeichneten Krankheit. Ich erinnere mich, dass ich mich fragte, ob all diese Kinder Speichel austauschten, und dass sich jede weitere Übung danach unangenehm anfühlte. Ich war völlig außer Gefecht.
Es stellte sich heraus, dass diese Kinder an Mononukleose, kurz „Mono“, leiden, einem Virus, der die infizierte Person müde macht, und zwar so müde, dass eine daran erkrankte Person normalerweise drei Wochen oder länger bei der Arbeit oder in der Schule fehlt. Was verursacht Mono? Nun, hier wird es etwas unheimlich.
Erinnern Sie sich, wie wir alle ausgeflippt sind, als wir erfuhren, dass man als Erwachsener einem Gürtelrose-Risiko ausgesetzt sein könnte, wenn man als Kind Windpocken hatte? Nun, es sieht so aus, als ob die „Kusskrankheit“ auch mit anderen Gesundheitsproblemen in Zusammenhang stehen kann. Mononukleose wird durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht, das in medizinischen Fachkreisen als menschliches Herpesvirus 4 bekannt ist und durch Speichelaustausch mit einer infizierten Person verursacht wird. Dieser Spucketausch könnte dadurch entstehen, dass man sich einfach eine Tasse oder eine Gabel teilt oder – wenn man zu diesen Paaren gehört – eine Zahnbürste teilt. Überraschenderweise wird es nicht nur durch Knutschereien mit Jugendlichen übertragen.
Das Virus verbreitet sich so leicht, dass 95 % der Erwachsenen damit infiziert sind. Und wenn das Virus Symptome verursacht, kann die Diagnose schwierig sein. Die auftretenden Symptome lassen sich leicht als etwas anderes abtun, und typischerweise erlebt jeder Mensch vor der Diagnose eine zufällige Auswahl der klassischen verräterischen Anzeichen. Symptome wie allgemeine Müdigkeit, Körperschmerzen, Fieber, Hautausschlag, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und Ohrensausen führen oft dazu, dass bei Patienten fälschlicherweise die Diagnose „Grippe“ oder ein grippeähnliches Virus gestellt wird.
So wie sich Windpocken in eine chronische Gürtelrose verwandeln, kann sich auch EBV in eine chronische Gürtelrose verwandeln, was erschreckend ist, wenn man bedenkt, dass das Symptom Nummer eins extreme Müdigkeit ist. Forscher beginnen zu glauben, dass chronischer Monovirus auch eine weitere Ursache für Fibromyalgie, mehrere bekannte Krebsarten wie das Hodgkin-Lymphom und bestimmte Immundefekte ist. Forscher haben außerdem herausgefunden, dass Patienten, die an Multipler Sklerose leiden, auch deutlich hohe EBV-Raten in ihrem Körper aufweisen.
Was sollten Sie also tun, wenn Sie wissen, dass der Großteil der erwachsenen Bevölkerung EBV in ihrem Körper hat? Ich meine, klar, man kann ausflippen, aber das hilft im wahrsten Sinne des Wortes nichts. Stattdessen empfiehlt die CDC, vernünftige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Da es keinen Impfstoff gibt, der verhindert, dass dieser Virus in Ihren Körper gelangt, können Sie nur so viel wie möglich darauf verzichten, Spucke auszutauschen (das ist bei einem Haus voller Kinder leichter gesagt als getan, ich weiß). Wenn Sie vermuten, dass Sie monoähnliche Symptome haben, suchen Sie natürlich sofort Ihren Arzt auf.
Derzeit versuchen Forscher, einen wirksamen Impfstoff gegen das Epstein-Barr-Virus zu entwickeln, insbesondere um mehreren Krebsarten vorzubeugen. Allerdings haben zum Zeitpunkt dieses Artikels noch keine Impfstoffe die Testphase überstanden oder werden voraussichtlich in naher Zukunft auf den Markt kommen. Sie können Ihren Vertreter anrufen und verlangen, dass der Suche nach einem wirksamen Impfstoff zur Vorbeugung von EBV mehr Aufmerksamkeit und Finanzierung gewidmet wird.
Ich möchte nicht, dass dies nur Untergang und Finsternis ist und uns etwas anderes gibt, worüber wir uns den Kopf zerbrechen müssen, aber Informationen sind unerlässlich. Ich hatte im wahrsten Sinne des Wortes keine Ahnung, dass eine Monoinfektion gesundheitliche Risiken mit sich bringt, abgesehen von dem typischen Virus, das sich über ein paar Wochen ausbreitet und den Patienten weitaus müder als normal macht. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht der Einzige bin.
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 17. Januar 2017 veröffentlicht