Die Sesamstraße stellt Julia vor, eine 4-Jährige mit Autismus

Die Sesamstraße stellt Julia vor, eine 4-Jährige mit Autismus

Eine neue Figur schließt sich der beliebten Sesamstraße-Crew an. Ihr Name ist Julia und sie ist ein vierjähriges Mädchen mit Autismus.

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Julia wurde erstmals 2015 im Rahmen einer rein online verfügbaren Digital Storybook-Geschichte mit dem Titel „Sesamstraße und Autismus: Sehen Sie das Erstaunliche in allen Kindern“ vorgestellt. In der Geschichte hatte sie ein Spieldate mit Elmo und Abby. Ab April soll sie nun regelmäßig in der Show zu sehen sein.

In einem 60-Minuten-Interview mit der Besetzung erklärt Big Bird, dass er dachte, Julia mochte ihn nicht, weil sie zögerte, ihm die Hand zu schütteln. Elmo erklärt, dass Julia „manchmal etwas länger braucht, um Dinge zu erledigen“, da sie Autismus hat. Die Besetzung beschreibt, wie sie lernen, einander zu verstehen, damit jeder Spaß haben kann. Sie lernen, dass manche Menschen Dinge anders machen, und das ist in Ordnung. Was für eine wundervolle Botschaft für Kinder.

Rollie Krewson ist seit den 1970er Jahren im Unternehmen von Jim Henson. Sie ist eine Puppendesignerin, die auch „Elmos Mutter“ genannt wird, und hat Julia mit Liebe zum kleinsten Detail geschaffen. „Ihre Augen mussten auf eine bestimmte Art und Weise sein, weil sie einen intensiven Blick haben muss, aber sie muss freundlich aussehen“, sagte Krewson zu CBS. „Ihre Haare mussten so gemacht sein, dass ihr Pony nicht in ihre Augen fiel und dass ihre Haare nicht in ihren Mund fielen. Und sie durfte keine Verzierungen in ihren Haaren haben – keine Haarspangen, keine Bänder.“

Und Stacey Gordon, die Puppenspielerin, die Julia spielt, ist nicht nur Schauspielerin: Sie ist Mutter eines autistischen Kindes. „Als Eltern eines Kindes mit Autismus wünschte ich mir, dass es schon Jahre zuvor herausgekommen wäre, als mein eigenes Kind im ‚Sesamstraßen‘-Alter war“, sagte Gordon gegenüber CBS.

Showautorin Christine Ferraro gibt zu, dass die Entscheidung, wie sie Julia darstellen sollte, eine Herausforderung war. „Es ist schwierig, weil Autismus nicht eine Sache ist, weil es für jede einzelne Person, die Autismus hat, anders ist“, sagte Ferraro zu 60 Minutes. „Es gibt einen Ausdruck, der lautet: ‚Wenn Sie eine Person mit Autismus getroffen haben, haben Sie eine Person mit Autismus getroffen.‘“

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Dieser Artikel wurde ursprünglich am 20. März 2017 veröffentlicht